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Gartentipps Monat November Aus den Wasserbehältern ist das Wasser im Laufe des Novembers zu entfernen, damit sie bei stärkerem Frost nicht leiden und undicht werden. Nach dem gründlichen Entleeren muß man die Behälter wasserdicht zudecken. Sind sie mit trockenen Torf gefüllt, ist diese Maßnahme nicht nötig. Er saugt das Schnee - und Regenwasser auf, so das es seine sprengende Wirkung beim Gefrieren verliert. Nicht im Boden verankerte Wasserbehälter dreht man nach dem Entleeren am besten um. Durch unterlegen von Steinen sorgt man dafür, das die Ränder nicht mit der Erde in Berührung kommen. In den ersten Novembertagen sollte man die Wasserbecken und Planchbecken entleeren und gegen die Einwirkung des Frostes schützen. Die einfachsten Mittel zum Feststellen des Kalkbedarfts im Boden sind Lackmuspapier und die in den letzten Jahren entwickelten Reaktionskarten. In jedem Falle ist ein dünner Erdbrei herzustellen. Dazu darf man aber nur destilliertes Wasser verwenden. Blaues Lackmuspapier färbt sich in sauren Böden rot und rotes in alkalisches ( kalkhaltigen ) blau. Die Karten gibt es mit verschiedenen Reaktionsbereichen. Nach dem Eintauchen in den Erdbrei kann man den Reaktionsgrad an ihnen ablesen. Ein einfaches Gerät für Boden - untersuchungen ist das Pehameter, das nach Vorschrift der Hersteller anzuwenden ist. Bevor die Erde gefriert, sollte man sich im Laufe des Novembers vom Reaktionsgrad seines Gartenbodens überzeugen. Das ist durch eine Bodenuntersuchung möglich. Von jeder zu prüfenden Fläche entnimmt man verschiedene Stellen etwas Erde und mischt dieses gut, bevor man sie mit einem der oberen genannten Untersuchungsmittel in Verbindung bringt. Die Wasserleitungen sind vor dem Eintritt stärkerer Fröste abzustellen und zu entleeren. Das ist vor allem dort zu beachten, wo die Rohre nicht frostsicher verlegt sind. Trotz Entleerung ist es angebracht, die Zapfstellen ( Standrohre ) dicht mit Stroh einzupacken. Hähne aus Messing muß man besonders gut verpacken oder abschrauben und frostsicher lagern. Kiefernnadeln sind ein sehr brauchbares Bodenbedeckungsmittel im Kleingarten. Durch den verhältnismäßig hohen Harzgehalt verrotten sie sehr langsam. Sie bleiben immer luftdurchlässig und stören auch nicht die Ansicht. Gleichzeitig verhindern sie im Winter das schnelle und tiefe Durchfrieren des Bodens. Die Kiefernnadeln werden am besten gegen Ende Oktober oder Anfang November zwischen die Pflanzen gebracht. Dem Boden zwischen den Erdbeerreihen und den Obstbaumscheiben kann man ebenfalls eine Decke aus Kiefernnadeln geben. Wer sich Buchenlaub beschaffen kann, sollte sich diese Gelegenheit zunutze machen. Das Buchenlaub spielt als Schutzdecke und auch bei der Bodenbedeckung eine sehr große Rolle. Es verrottet sehr langsam und ist in gewissen Grenzen auch wasserabweisend. Man kann es im Garten für alle Zwecke verwenden, wo im allgemeinen Torf oder Kiefernnadeln in Frage kommen. Bevor starke Fröste auftreten, sollte auch der letzte Chinakohl im Keller eingeschlagen werden. Er hält sich besser im Kellereinschlag als im Freien. Im Keller eingeschlagene Winteredivien sind laufend zu prüfen, damit keine Verluste eintreten. Sie faulen sehr leicht und stecken die Nachbarpflanzen an. Die Erde ist immer wieder anzufeuchten, damit die Winteredivien nicht welken. Mit Ausnahme von Grün - und Rosenkohl sind alle noch im Freien stehenden Kohlarten zu ernten, bevor das der Frost unmöglich macht. Ende November erhält der im Oktober gepflanzte Wintersalat den Winterschutz. Wintersalat leidet unter Barfrost sehr stark. Darum gibt man ihm eine Schutzdecke aus Fichtenzweigen. Dadurch kann die Wintersonne nicht auf die Pflanzen einwirken, so das sich die Transpiration ( Verdunstung ) der Blätter wesentlich verringert. Der im Oktober angehäufelte Mangold erhält Ende November noch einen zusätzlichen Schutz. Dazu verwendet man am besten Fichtenreisig, das die Blätter gegen die Wintersonne schützt. Wo für das Frühjahr die Anlage von Spargel oder Meerrettich geplant ist, kann man die Vorbereitungen schon im Laufe des Novembers treffen. Das dafür vorgesehene Land wird rigolt (Bleichspargel) oder geholländert (Grünspargel, Meerrettich). Zum Anreichern mit Humus verwendet man verrotteten Stallmist oder Torf. Gegen Ende November sollte man sich noch einen Porreevorrat im Keller einschlagen. Das muß aber geschehen, bevor die Erde stark gefriert. Die Röschen des Rosenkohls leiden unter scharfen Ostwinden, wenn man sie nicht dagegen schützt. Sie werden braun und zumindest die äußeren Hüllblättchen unbrauchbar. Im allgemeinen genügt es, die durch Ostwinde gefährdete Beetseite durch in die Erde gesteckte, entsprechend lange Fichten - oder Kiefernzweige zu schützen. Wer seine Schwarzwurzeln im Boden läßt, muß sie im Laufe des Novembers mit einer etwa 20 cm starke Torfschicht versehen. Als Behelf kann man auch verrotteten Stallmist oder möglichst trockenes Laub verwenden. Das Material muß aber locker auf die Schwarzwurzeln gebracht werden. Dadurch erhöht sich die Isolierung wesentlich. So geschützte Schwarzwurzeln kann man auch im Winter nach Bedarf ernten. Beim Eintritt strenger Fröste muß die Schutzdecke der Gemüsemieten verstärkt werden. Ob dazu Stroh, Torf oder Erde verwendet wird, ist egal. Die beiden zuerst genannten Schutzmittel sind aber vorzuziehen, weil man sie bei mildem Wetter besser entfernen kann. Die Weinreben leiden in harten Wintern oft stark durch den Frost und sollten darum geschützt werden. Am einfachsten ist, die Pflanzen vom Spalier zu lösen und umzulegen. Jede Pflanze wird locker zusammen - gebunden und mit Stroh umwickelt. Alte, hohe Reben muß man mit Fichtenzweigen behängen. Bei ihnen würde das Lösen vom Spalier und das Anbinden im Frühjahr sehr viel Arbeit erfordern. Bevor die Weinreben umgelegt und eingepackt werden, sind sie zu schneiden. Beim Auspacken im Frühjahr ist es dazu meist zu spät und die Reben werden durch starken Saftverlust ( Bluten ) geschwächt. Auf dem Lager angefrorenes Obst muß man langsam auftauen lassen. Es darf auf keinen Fall berührt werden. Mit dem Anfrieren geht die Haltbarkeit verloren, auch wenn das Obst scheinbar ohne Folgen aufgetaut ist. Am besten ist baldiger Verbrauch. Größere Mengen verwertet man zu Mus oder Marmelade, bevor Verluste durch Faulen eintreten. Im Obstlager muß man bei der Kontrolle sowohl auf faulende, als auch auf stippige Früchte achten. Stippige Früchte muß man schon verbrauchen, sobald die ersten kleinen gelbbräunlichen Flecken an ihnen sichtbar werden. Später sind die Früchte ungenießbar, weil das ganze Fruchtfleisch bitter schmeckt. Wer seine Obstbäume kalken will, muß vorher alle riessige, abgestorbene Rinde von den Stämmen und starken Zweigen abkratzen. Dabei darf man aber die junge Rinde nicht verletzen. Außerdem ist das Unterlegen von Tüchern notwendig, denn unter der rissigen Rinde hält sich mancher Schädling verborgen. Darum muß auch alles, was auf den Tüchern liegt, sofort vernichtet werden. Das Kalken der Obstbäume ist ein guter Schutz gegen Frostrisse und Frostplatten. Der Anstrich mit Kalkmilch wirkt nicht nennenswert als Abtötungsmittel für Krankheitserreger oder Schädlinge. Er hat lediglich den Zweck, die Sonnenstrahlen von der Rinde abzuhalten, so das sie nicht am Tag stark erwärmt wird und nachts dem Frost ausgesetzt ist. Wo zur Winterspritzung der Obstbäume Obstbaumkarbolineum verwendet wird, kann man etwas Kalkmilch zusetzen. Dadurch ist nach der Spritzung leicht zu kontrolieren, ob jeder Teil der Bäume mit der Spritzbrühe getroffen wurde. Der Stamm ist spätestens im November bei allen Obstbäumen gegen Wildverbiss zu schützen. Das Material muß die Bäume so schützen, das Hasen und Kaninchen auch bei einer starken Schneedecke nicht an die Rinde gelangen. Im Laufe des Novembers sollte man die Leimringe gegen den Frostspanner laufend überprüfen, damit ihre Fängigkeit immer gut ist. Angewehtes Laub kann sehr leicht zu Brücke für die Spannerweibchen werden. Die Klebfähigkeit des Leimes verringert sich manchmal durch Witterungseinflüsse. Wo sie nachgelassen hat, muß man sofort einen Neuanstrich vornehmen. Im übrigen bieten die Leimringe eine gute Kontrollmöglichkeit über die Häufigkeit des Frostspanner - vorkommens. Nach vollständigem Laubabfall kann man Blutlausherde gut erkennen und vernichten. Große Aufmerksamheit ist den Wurzelhälsen der Bäume zu schenken, an den Blutlausbefall beobachtet wurde. Der Wurzelhals ist vorsichtig von Erde frei zu machen und mit einem dafür vorgesehenes Mittel stark einzustäuben. Bevor Schnee fällt, muß unter den Obstbäumen noch einmal nachgesehen werden, ob man alle gefallene kranke Früchte übersehen hat. Die Kontrolle muß sich auch auf die Krone der Bäume erstrecken. Dort hängen oft noch mit Monilia befallene Früchte, die beim Hängenbleiben die Krankheit verbreiten helfen. In allen windigen und sonstigen exponierten Lagen ist bei den Erdbeeren ein zusätzlicher Winterschutz angebracht. Mit einer einfachen Fichtenzweigdecke kommen die Erdbeeren viel besser durch den Winter. Sie ist zusätzlich zur Bodenbedeckung zu geben.
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