Gartentipps Monat März

Wenn der Boden völlig frostfrei ist, gehört das Ausbessern der Gartenwege zu den vordringlichen Arbeiten.

Feststehende Wasserbehälter muß man jetzt säubern und prüfen ob sie wasserdicht sind.

Regenwasser ist das beste Gießwasser. Darum trifft man schon im Laufe des März Vorbereitungen zum Auffangen.

Die im Winter abgestellte Wasserleitung ist auf Rohrschäden zu prüfen und das Schutzmaterial an den Zapfstellen zu entfernen. Die Wasserleitung muß im April, oft schon Ende März einsatzbereit sein. Darum sollte man beizeiten dafür sorgen, das Schäden beseitigt werden. Bei den Zapfstellen sind es oft die Dichtungen im Wasserhahn, die im Winter gelitten haben.

Pumpenwasser verteilt man am besten mit einem Rieselschlauch, der zum Bewässern zwischen die Pflanzen gelegt wird. Zum Gießen mit einem üblichen Schlauch braucht man immer zwei Personen. Beim Rieselschlauch ist nur eine nötig. Auch ein kleiner Regenpilz, den man auf ein Stab befestigt, erleichtert das Gießen mit Pumpenwasser wesentlich.

Wer es bis jetzt versäumt hat, muß in den ersten Märztagen die Nistkästen für unsere Helfer im Garten aufhängen. Die Kästen müssen vor allem fest mit dem Aufhängeort verbunden sein, damit sie im Wind nicht hin und her pendeln. Sie sind ein wenig nach vorn geneigt aufzuhängen, damit kein Regenwasser durch das Flugloch ins Innere gelangen kann. Das Flugloch soll nach Osten oder Südosten zeigen. Schon vorhande Nistkästen werden überprüft.

Nistkästen und auch die frei auf Bäumen, Sträuchern und Hecken gebauten Vogelnester müssen wir so gut wie möglich gegen Katzen schützen. Bei Bäumen ist es leicht, das Erklettern durch einen Stachelring zu verhindern. Nester in Hecken und Sträuchern kann man nur durch Stachel - und Dornenzweigen schützen. Sie werden so in die Zweige und Triebe gesteckt, das Katzen nicht durchkriechen können.

Im März beginnt die Pflanzzeit für Bäume und Sträucher. Wer später Ärger vermeiden will, sollte beim Pflanzen auf seinen Nachbar Rücksicht nehmen. Hochwerdene Gewächse können dem Nachbargarten Licht und Sonne nehmen. Darum ist es angebracht, lieber etwas weiter von der Grenze abzubleiben, als es das Gesetz verlangt.

Wer von Puffbohnen (Saubohnen, Dicke Bohnen) gute Erträge erzielen will, braucht mittelschweren Boden mit gut wasserhaltender Kraft. Die Puffbohnen baut man in Boden an, der in 2. Tracht steht. Sie vertragen auch frisch gedüngten. Da sie sauren Boden schlecht vertragen, muß gekalkt werden, wenn die Reaktion des Bodens unter pH 6,5 liegt. Leichte Böden eignen sich für Puffbohnen nur, wenn sie humusreich sind und bewässert werden können.

Puffbohnen gedeihen nur in freier, vollsonniger Lage gut. Schattig stehende ergeben sehr mangelhafte Erträge. Sie werden lang und geil und halten sich schlecht aufrecht. So im Wachstum behinderte Puffbohnen fallen auch sehr oft der schwarzen Bohnenlaus zum Opfer.

Puffbohnen eignen sich sehr gut als Schutzpflanzung für Gurken, Melonen und anderen windempfindliche Pflanzen. Da Puffbohnen recht frei stehen sollen, baut man sie nicht beetweise, sondern in einzelnen Reihen an. Darum sind sie als Windschutz für niedrig bleibende Gewächse besonders geeignet. An die Ränder eines Gurkenbeetes sät man je eine Reihe aus. Dort entwickeln sie sich ganz vorzüglich, weil man ja den Gurken viel Nährstoffe gibt, die auch den Puffbohnen zugänglich sind.

Die hellsamigen Puffbohnensorten eignen sich zum Kochen am besten, weil die dunkelsamigen auch das Essen dunkel färben.

Puffbohnen kann man schon in den letzten Märztagen aussäen, weil sie im Jugendstadium auch einige Kältegrade vertragen. Die Samen werden einzeln mit einem Abstand von 8 bis 10 cm in etwa 5 cm tiefe Rillen gelegt. Wer die Puffbohnen beetweise anbaut, muß 50 cm Reihenabstand geben.

Alle Erbsen gehören zu den Pflanzen, die mit stickstoffsammelnden Bakterien in Gemeinschaft (Symbiose) leben. Darum baut man auch die Palerbsen in Boden 2. Tracht an. Die Bakterien halten sich in den Wurzeln auf und haben die Fähigkeit, den Luftstickstoff zu verarbeiten. Wenn sie absterben, kommt er den Erbsen zugute. Frisch mit Stallmist gedüngtes Land vertragen die Erbsen nicht gut. Trotzdem sind sie eine gute Vorfrucht für verschiedene Gemüsearten, die man im gleichen Jahr noch anbauen kann (Möhren).

Im Bezug auf den Boden sind die Erbsen nicht anspruchsvoll, wenn er gut bearbeitet und humusreich ist. Für die Frühaussaaten sind leichtere Böden geeigneter als schwere, denn sie erwärmen sich schneller. Dadurch geht auch das Auflaufen der Saat sowie spätere Entwicklung flotter vonstatten. Die Ernte setzt ebenfalls früher ein. Die Bodenreaktion sollte man nicht unter pH 6 kommen lassen.

Die Palerbsen kann man zum Grünpflücken und auch als Trockenerbsen verwenden. Es ist aber nicht wirtschaftlich, wenn man von seinem Erbsenbeet nur einen Teil der Hülsen grün pflückt und die anderen bis zum Trockenwerden hängenläßt. Wenn schon für beide Zwecke Erbsen angebaut werden soll, dann muß man den Anbau getrennt vornehmen, also beispielsweise ein Beet zum Grünpflücken und ein Beet für Trockenerbsen. Von dem letzteren kann auch die Aussaat (Samen) für das nächste Jahr bestritten werden.

Palerbsen vertragen als junge Pflanzen leichtere Fröste, ohne Schaden zu nehmen, Markenerbsen nicht. Darum kommen für die Aussaat im Laufe des März nur Palerbsen in Frage. Grün geerntete Erbsen bezeichnet man im allgemeinen als Schoten. Das ist falsch, denn Erbsen haben keine Schoten, sondern Hülsen. Das trifft übrigens auch auf alle Bohnenarten zu.

Der Saatgutbedarf bei Erbsen schwankt, was durch die unterschiedlichen Samengrößen der einzelnen Sorten bedingt ist. Außerdem müssen die Samen der höheren Sorten etwas weiter auseinander gelegt werden als die der niedrigen. Auf leichten sandigen Böden ist er etwas höher und auf schwereren geringer. Auf schwereren fetten Böden entwickeln sich die Erbsen viel üppiger als auf den leichten.

Auf einem Normalbeet ist Platz für 4 Reihen Erbsen. Das entspricht einem Abstand von 30 cm, wenn man die Randreihen 15 cm von der Beetkanten ab aussät. Erbsen sät man einzeln als laufende Reihe, also nicht horstweise, wie das oft bei Buschbohnen gemacht wird. Die Aussaatrillen sind so tief zu ziehen, das die Erbsensamen 5 cm mit Erde bedeckt werden können. Alle 2 bis 3 cm kommt ein Erbsenkorn zu liegen. Die Samen drückt man gleich beim Legen etwas in den Boden. Wenn die Reihen mit dem Rücken einer Holzharke (Rechen) wieder zugezogen sind, wird das ganze Beet mit einer flachen Schaufel angeklopft.

Hohe Erbsensorten (Reisererbsen) legt man nicht auf Einzelreihen. Bei ihnen wird die sogenannte Bandsaat angewandt. Unter Bandsaat versteht man das Zusammenlegen von zwei Reihen zu einem Band. Zwischen den Bändern bleiben größere Zwischenräume, die als Pflückwege dienen. Die zwei Bandreihen liegen bei ihnen 20 bis 25 cm auseinander. Der Pflückweg muß mindestens 50 cm breit sein.

Wo Tauben in der Nähe sind, müssen die Erbsenbeete gleich nach der Aussaat wirkungsvoll gesichert werden. Am sichersten ist das Überspannen der Beete mit alten Fischernetzen. Sie dürfen aber nicht auf der Erde liegen, sondern müssen 5 bis 6 cm darüber fest gespannt sein. Dabei darf man nicht vergessen, die Seiten zu sichern, weil die Tauben sonst auch unter die Netze kriechen. Altes ausgedientes Gewebe (Gardinen) läßt sich auf die gleiche Weise als Schutz verwenden. Fichten - und anderes Reisig ist nur wirksam, wenn man die Beete damit ganz dicht bedeckt.

Wer den Aufwand und die Zeit für das Reisern nicht scheut, sät am besten eine hohe Erbsensorte aus. Auch die niedrigen Sorten brauchen eine Stütze, wenn sie nicht umlegen sollen.

Die Schwarzwurzeln stellen an den Boden hohe Ansprüche, wenn die Kultur erfolgreich sein soll. Leichte bis mittelschwere Humusböden sagen ihnen am besten zu. Obwohl der Boden einen hohen Humusgehalt aufweisen muß, vertragen Schwarzwurzeln keinen frischen Stallmist. Humusarme Böden kann man durch größere Mengen Torf, vererdeten Stallmist oder gute Komposterde brauchbar machen. Trockene Böden verlangen sehr viel Gießarbeit.

Das für die Schwarzwurzeln vorgesehene Land muß zwei Spatenstiche tief bearbeitet werden, denn die dringen über 20 cm tief in den Boden ein. Wenn der Boden, in den die Wurzeln vorstoßen, zu fest ist, verkrüppeln sie. Darum wird am besten geholländert. Wer das im Herbst verpaßt hat, sollte es unbedingt vor der Aussaat noch nachholen, weil sonst die ganze Ernte in Frage gestellt wird.

Von zu dicht gesäten Schwarzwurzeln kann man nur schwache Wurzeln ernten, die den ganzen Anbau unlohnend machen. Darum darf der Reihenabstand nicht unter 25 cm liegen. 30 cm sind auf jeden Fall besser. Auf der Reihe wird so weitläufig ausgesät, das je m² Anbaufläche 3 g Samen ausgestreut werden. Schwarzwurzelsamen darf nur ganz flach in die Erde kommen. Darum zieht man die Rillen nicht mit einer Hacke, sondern mit einem Harkenstiel. Nach dem Zuziehen der Rillen darf der Samen nur 1 cm mit der Erde bedeckt sein. Das besäte Beet wird mit einer flachen Schaufel angeklopft.

Mitte März ist der letzte Aussaattermin, wenn man von Schwarzwurzeln optimale Erträge erzielen will. Darum sät man bei günstigen Wetterverhältnissen schon Ende Februar aus. Nur unter den besten Voraussetzungen bringen Aussaaten von Anfang April noch einigermaßen befriedigende Ergebnisse.

Wenn Spinat als Vorfrucht gedacht ist, muß er spätestens Mitte März ausgesät werden. Die frühe Aussaat empfiehlt sich auch schon darum, weil Frühjahrsaussaaten von Spinat sehr leicht in Samen gehen, wenn die erste Maihälfte recht warm und sonnig ist. Wenn es die Witterungsverhältnisse zulassen, sollte man den Spinatsamen schon Anfang März in den Boden bringen.

Spinat stell keine großen Ansprüche an die Bodenverhältnisse, wenn die Erde genügend Humus und Nährstoffe enthält. In der Regel baut man Spinat nur als Vor - oder Nachfrucht an. Da von der Aussaat bis zur Ernte nur etwa 60 Tage vergehen, kann er noch vor Gurken angebaut werden. Auch vor Bohnen, Paprika und Melonen wird er noch erntefertig. Die Aussaat kann in Boden der 1. Tracht und auch in 2. Tracht vorgenommen werden.

Der Spinatsamen muß etwa 2 cm mit Erde bedeckt sein, wenn er gut und sicher keimen soll. Dementsprechend zieht man die Aussaatrillen mit einer schmalen (spitzen) Hacke. Bei der Frühjahrsaussaat genügen Reihenabstände von 15 cm.

Der Anbau von Frührettichen ist nur anzuraten, wenn warmer humusreicher Sandboden vorhanden ist. Schwerer Boden ist im allgemeinen noch zu kalt und zu naß. Die Frührettiche entwickeln sich dann zu langsam und leiden im Geschmack. Sie verlangen eine freie, sonnige Lage und tief bearbeiteten Boden, der in 2. Tracht steht. Man kann mit der Frührettichaussaat schon in der ersten Märzhälfte beginnen.

Bei günstigen Bodenverhältnissen kann man mit der Frührettich - Aussaat schon in der ersten Märzhälfte beginnen.

Nur in mittelschweren Boden, der reich an Humus und Nährstoffen ist, erzielt man von Mangold zarte, schmackhafte Blätter und Stiele. Die Mangoldwurzeln dringen tief in den Boden ein. Darum muß der Boden tief gelockert werden. Feuchte Böden sagen den Mangold am besten zu. Leichte und schwere Böden können durch recht viel Torf oder Stalldünger für ihn brauchbar gemacht werden. Ob er in Boden 1. Tracht oder 2. Tracht angebaut wird, spielt keine Rolle.

Mangold kann man pflanzen oder an Ort und Stelle aussäen. Die Aussaat ist das einfachste für den Kleingärtner. Das zuerst genannte Verfahren ist nicht nur umständlicher, sondern auch unsicherer als die Aussaat an Ort und Stelle. Mangoldpflanzen wachsen nämlich schwer an, so das oft Auffälle zu verzeichnen sind.

Beim Kauf von Samen muß man sich im klaren sein, ob der Mangold als Spinat oder Spargel verwendet werden soll, denn für jeden Zweck gibt es spezielle Sorten.

Was wir beim Mangoldsamen als Korn bezeichnen ist ein Samenknäuel und enthält mehrere Einzelsamen. Auf 1 g gehen etwa 60 bis 75 Korn (Knäuel) und aus jedem entwickeln sich nach der Aussaat mehrere Pflanzen. Mangoldsamen behält seine Keimfähigkeit etwa 6 Jahre, was beim Sameneinkauf zu beachten ist.

Da sich die einzelnen Mangoldsorten verschieden stark entwickeln, muß man sich beim Aussäen danach richten. Beim Schnittmangold genügen Reihenabstände von 25 cm. Die anderen Sorten brauchen aber 35 cm. Die gleichen Zahlen gelten für die Abstände auf der Reihe. Mangoldsamen werden horstweise in die etwa 3 cm tiefen Rillen gelegt. Jeder Horst besteht aus 3 bis 4 Samenknäuel. Mit der Aussaat ist frühestens Ende März zu beginnen.

Möhren ist der Sammelbegriff für alle Größen, also auch für die kurzen und halblangen Sorten, die man oft als Karotte bezeichnet. Es gibt also runde, kurze, halblange und lange Möhren. Nach der Farbe unterscheidet man weiße, gelbe und rote Sorten. Für Speisezwecke kommen nur die letzten in Frage.

Wie alle Wurzelgemüse vertragen auch die Möhren keinen mit frischem Stallmist gedüngten Boden, so das man sie auf Boden anbauen muß, der in 2. Tracht steht. Das Land darf nicht zu sauer sein, weil Möhren neutralen Boden lieben. Am wichtigsten ist, daß das Möhrenland recht tief gegraben wird, weil es sonst zu verkrüppelten Möhren kommt. Das ist auch auf sehr steinigem Boden der Fall.

Möhren wachsen am besten auf warmen leichten Böden, die einen hohen Humusgehalt und recht viel Nährstoffe aufweisen. Auf ihnen erzielt man die frühesten Ernten. Vor allem Frühmöhren entwickeln sich auf schwereren Böden viel langsamer und werden spät erntefertig. Zur frühen Ernte ist aber auch die richtige Sorte nötig.

In den Monat März fällt die Hauptaussaatzeit für die frühen und mittelfrühen Möhrensorten, sofern man über einen geeigneten Boden verfügt. Ob man schon in den ersten Märztagen oder erst am Ende des Monats aussät, hängt im wesentlichen vom Wetter ab und auch von der Höhenlage. In Gebirgsgegenden muß man oft bis Ende April warten.

Wenn Möhrensamen einen recht kräftigen Geruch aufweist, kann man auf eine Keimprobe verzichten. Möhrensamen ist meist nur 2 Jahre keimfähig, so das man in jedem Jahr frisches Saatgut verwenden muß um kein Risiko einzugehen. Vorjährigen Samen sollte man unbedingt einer Keimprobe unterziehen, auch neu gekauften, bei dem kein intensiver Geruch festzustellen ist. Da Möhrensamen lange Zeit zum Keimen braucht, sind die Keimproben schon im Januar bis Anfang Februar zu machen.

Möhren mit kurzer Entwicklungszeit erhalten einen Reihenabstand von 15 cm und die anderen Sorten 20 cm. Reihenaussaat ist der breitwürfigen vorzuziehen. Abgesehen davon, das es nur selten gelingt, den Samen gleichmäßig auf ein Beet zu verteilen, hat die breitwürfige Aussaat noch einen großen Nachteil. Die meisten Unkrautsamen gehen früher auf als Möhrensamen. Das Entfernen des Unkrautes ist schon bei der Reihensaat schwierig, bei der breitwürfigen Aussaat jedoch kaum durchzuführen.

Möhrensamen ist verhältnismäßig klein, was bei der Aussaat zu beachten ist. Wer im Aussäen wenig Übung hat, sollte den Möhrensamen mit etwa der doppelten Menge feinkörnigem trockenem Sand gründlich mischen. Das Gemisch nimmt man zwischen Daumen und Zeigefinger und streut es in die Saatrillen wie das Salz aufs Butterbrot.

Die Aussaatrillen für die Möhren darf man nur ganz flach mit den Harkenstiel ziehen. Möhrensamen der tiefer als 0,5 cm in die Erde kommt, keimt vor allem bei den Frühaussaaten schwer und ungleichmäßig. Damit der Samen mit dem Boden eine gute Verbindung erhält, wird das besäte Beet nach dem Zuziehen der Rillen gleichmäßig angeklopft. Dazu eignet sich eine flache Schaufel am besten.

Vom Aussäen bis zum Sichtbarwerden der Möhren vergehen meist 4 Wochen, so das unbedingt Markiersaat anzuraten ist. Zur Markiersaat eignen sich am besten Salat und Radieschen. Von dem einen oder anderen streut man vor dem Zuziehen der Möhrenrillen etwas Samen aus. Er geht viel früher als der Möhrensamen auf und die Reihen sind sichtbar, so daß das Beet gehackt werden kann. Bei Radieschen hat man eine zusätzliche Ernte. Die einzelnen Samen müssen aber mindestens 8 cm auseinander liegen wenn die Möhren nicht darunter leiden sollen. Als Markierungssalat nimmt man eine Sommersorte. Wenn die Pflanzen ihren Zweck erfüllt haben, pflanzt man sie auf ein Beet.

Bei Pastinaken ist der Humusgehalt im Boden ausschlaggebend für den Anbauerfolg. Darum kann man sie auch auf moorigen Böden anbauen. Der Reaktionsgrad darf aber nicht unter pH 6 sinken, weil der optimale Wert zwischen pH 6 und 7 liegt. Wer im Sommer nicht viel Gießen kann und trockenen Boden hat, sollte vom Pastinakenanbau absehen. Da die Pastinaken keinen frischen Stallmist vertragen, gehören sie auf Boden der 2. Tracht.

Die Hauptaussaatzeit für Pastinaken liegt im Monat März. Nur unter besonderen günstigen Verhältnissen kann man früher aussäen (Februar). Pastinaken brauchen von der Aussaat bis zur vollen Entwicklung ihrer rübenartigen Wurzeln etwa 6 bis 7 Monate. Ende März ist also der letzte Aussaattermin, wenn man starke Wurzeln erzielen will.

Vom Pastinakensamen sollte man vor der Aussaat auf jeden Fall eine Keimprobe machen, denn seine Keimfähigkeit ist schon im 2. Jahr nach der Ernte nicht mehr voll gewährleistet. Darum muß man in jedem Jahr frisches Saatgut kaufen.

Pastinakensamen liegt nach der Aussaat etwa 3 Wochen in der Erde, bevor er keimt. Darum ist Markiersaat auf alle Fälle angebracht. Damit der Pastinakensamen in der Erde nicht verfault, darf er nur ganz flach ausgesät werden. Die obere Erdschicht ist ja im Frühjahr immer wärmer als die darunter liegende, was bei der Aussaat zu bedenken ist. Die Saatrillen zieht man wie bei den Möhren mit dem Harkenstiel. Auch alles andere, was dort angegeben ist, gilt für die Pastinakenaussaat.

Der Reihenabstand bei den Pastinaken ist vom Boden abhängig und beträgt 30 bis 40 cm, wenn man große und starke Wurzeln erzielen will. Bei besonders günstigen Bodenverhältnissen darf er nicht weniger als 40 cm betragen. Auf ein Normalbeet (1,20 m) kommen also nur 3 Reihen.

Die schönsten und zartesten Radieschen entstehen in vollsonniger Lage und leichtem Boden mit recht viel Humus. An die Bodenart stellen Radieschen keine großen Ansprüche. In schweren lehmigen und humusarmen Böden entwickeln sie sich im zeitigen Frühjahr aber sehr langsam. Dadurch werden sie scharf und hart. Obwohl Radieschen für recht viel Humus dankbar sind, vertragen sie keinen frischen Stallmist, sondern gehören in Boden 2. Tracht. Ihnen zusagender Boden erlaubt das Aussäen schon Anfang März.

Bei der Radieschenaussaat ist ein gleichmäßiger Besatz der Beetfläche und damit eine einwandfreie Entwicklung nur zu erzielen, wenn man Reihensaat anwendet. Die bei der Reihenaussaat nötige Mehrarbeit, wird durch den bedeutend besseren Erfolg wettgemacht. Als Reihenabstand genügen 8 cm. Damit die Rillen beim Ziehen der nächsten nicht zufallen, benutzt man den Harkenstiel und keine Hacke. Die Rillen dürfen sowieso nicht tiefer als 2 cm sein. Auf der Reihe werden die Samenkörner einzeln mit einem Abstand von 3 cm ausgelegt.

Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen bei Radieschen unter normalen Verhältnissen 22 bis 60 Tage. Der große Unterschied wird durch Sorteneigenschaften hervorgerufen. Das Wetter spielt vor allem bei den Märzaussaaten eine Rolle. Bei ihnen muß man zu den nachstehenden Entwicklungszeiten meist einige Tage hinzurechnen.

Liebhaber von Schnitt - und Pflücksalat können Ende März mit der Aussaat an Ort und Stelle beginnen. Sie haben dann schon Ende April zarte Salatblätter. Schnittsalat erfordert Reihenabstände von 15 cm und Pflücksalat 25 bis 30 cm. In den flach zu ziehenden Rillen wird der Samen so dünn gestreut, das je m² Anbaufläche nur 2 g verbraucht werden. Beide Salatarten, die keine Köpfe bilden, stellen an den Boden keine besonderen Ansprüche und wachsen überall, wenn sie genügend Nährstoffe vorfinden.

Um schon im Aussaatjahr möglichst große Zwiebeln zu erzielen, sollte man die Aussaat in den ersten Märztagen vornehmen, sofern das Wetter günstig ist. Das im Herbst gegrabene Land ebnet man nur mit der Harke, damit es nicht unnötig gelockert wird. Dann wachsen die Zwiebeln am besten. Auf 1 m² Anbaufläche darf man nicht mehr als 1g gut keimfähigen Samen ausstreuen. Wer nur kleine Steckzwiebeln ernten will, kann 2,5 bis 3 g auf dieselbe Fläche säen.

Bei Zwiebeln erzielt man die besten Ergebnisse, wenn lehmiger Sand oder sandiger Lehm mit viel Humus, also guter Mittelboden zur Verfügung steht. Auch humose warme Sandböden sind gut brauchbar. Sehr schwere kalte und nasse Böden eignen sich nicht für den Zwiebelanbau. Wichtig ist, das das Zwiebelland im Herbst gegraben wurde, damit es zur Aussaatzeit dicht liegt. Zwiebeln vertragen keinen frischen Stallmist und sind in Boden 2. Tracht anzubauen.

Zwiebelsamen ist nur im ersten Jahr nach der Ernte keimfähig. Eine Keimprobe ist anzuraten. Der Samen darf höchstens 1 cm mit Erde bedeckt werden. Bevor man die Rillen zuzieht, wird Radieschensamen eingestreut. Der Reihenabstand beträgt 15 cm zur Steckzwiebelgewinnung und 20 cm, wenn man auf große Zwiebeln Wert legt.  

Rhabarber stellt an die Bodenbeschaffenheit keine großen Ansprüche, wenn nur genügend Nährstoffe vorhanden sind. Auf leichtem Boden, der sich im Frühjahr schnell erwärmt, bringt der Rhabarber frühere Ernten als auf schweren nassen. Der Erntebeginn ist auch von der Lage abhängig. Eine vollsonnige ist am besten, obwohl Rhabarber auch im Halbschatten gut gedeiht. Rhabarber sollte man auf rigoltem Boden, zumindest tief gelockertem anbauen.

Rhabarber muß in den ersten Märztagen gepflanzt werden, wenn man noch im ersten Jahre eine kleine Ernte erzielen will. Die Hauptpflanzzeit liegt zwar im Herbst, doch kann man Rhabarber auch Anfang März noch pflanzen. Die Hauptsache ist, das kräftige Teilstücke mit mindestens einem starken Kopf vorhanden sind. Sämlingspflanzen sind nicht zu empfehlen, weil man bei ihnen nie weiß, welche Erbfaktoren ihrer Eltern später zutage treten.

Für Rhabarber braucht man viel Platz, denn jede gut entwickelte Pflanze bedeckt 1qm Land, so das er mindestens 1 m x 1 m weit gepflanzt werden muß. Rhabarber kann man unter Obstbäume pflanzen, deren Kronen sich gegenseitig noch nicht berühren. Dort bringt er zwar spätere Ernten, benötigt aber keinen besonderen Platz. Beim Pflanzen ist darauf zu achten, das die Teilpflanzen nicht tiefer in den Boden kommen, als sie vorher gestanden haben. Rhabarber muß sehr fest gepflanzt und tüchtig angegossen werden. Anschließend bedeckt man den Boden mit einer 10 cm starken Torf - Stallmistschicht. Dadurch wird schnelles Austrocknen verhindert und das Anwachsen gefördert.

Vom Rhabarber gibt es rot - und grünfleischige Sorten. Eine Sorte mit roten Blattstielen hat aber nicht immer rotes Fleisch.

Der Anbau von Bleichspargel ist nur dort anzuraten, wo humoser warmer Sandboden zur Verfügung steht. Nur auf ihm erzielt man frühe Ernten, weil sich Sandboden sehr zeitig erwärmt und die Triebe darum schnell die Dämme durchwachsen. Der Boden darf aber nicht zu steinig sein, sonst werden die Stangen (Triebe) krumm. Die erforderliche tiefe Bodenbearbeitung (Rigolen) ist schon im Herbst oder Winter zu erledigen. Eine Spargelanlage ergibt mindestens 20 Jahre lang gute Ernten, wenn sie richtig gepflegt wird.

Auf dem rigolten Land, das für Spargel vorgesehen ist, werden Ende März Gräben ausgeworfen. Am günstigsten für die Erwärmung der späteren Dämme ist die Nord - Süd - Richtung. Der Abstand von Grabenmitte zu Grabenmitte beträgt 1,50 m. Jeder Graben wird 30 cm breit und 25 cm tief ausgehoben. Damit die Gräben nicht so leicht einrutschen, verbricht man die oberen Kanten etwas. Die beim Ausheben anfallende Erde wird zwischen den Gräben verteilt.

Einjährige Spargelpflanzen zur Neuanlage sind wüchsiger als zweijährige und wachsen ohne Ausfall an. Das zweijährige Spargelpflanzen frühere Ernten ergeben, ist ein Irrtum. Sie wachsen nämlich viel schwerer an und eh sie richtig ins Wachsen kommen, sind sie von den einjährigen fast eingeholt. Hinzu kommt, das bei den zweijährigen oft starke Ausfälle entstehen. Die Vorteile der einjährigen wirken sich aber nur aus, wenn es sich um Qualitätspflanzen und nicht um Kümmerlinge handelt. Zweijährige kann man höchstens als Lückenbüßer verwenden.

Die Grabensohle wird vor dem Pflanzen des Spargels etwa 6 bis 8 cm dammartig mit Erde gefüllt. Anschließend markiert man die Pflanzstellen. Das Füllen kann man auch auf kleine Hügel (für jede Pflanzstelle) beschränken. Ein durchgehender Damm ist aber besser, weil dadurch mehr Humus in den Boden kommt. Zum Auffüllen nimmt man nämlich gute Komposterde, der extra noch Torf oder verrotteter Stalldünger zugesetzt wurde. Als Markiermittel für die Pflanzstellen eignen sich am besten Blumenstäbe, die man alle 40 cm in die eingefüllte Erde steckt.

Die Wurzeln der einjährigen Spargelpflanzen werden beim Pflanzen gleichmäßig auf die Dämme oder Hügel verteilt. Die Köpfe der Pflanzen müssen auf der Mitte stehen. Es ist so zu pflanzen, das die Köpfe der Spargelpflanzen nicht tiefer als 16 bis 18 cm unter der ursprünglichen Bodenoberfläche stehen. Nach dem Pflanzen bedeckt man sie etwa 5 cm hoch mit derselben Erde, aus der die Dämme oder Hügel bestehen. Die Erde wird nur leicht angedrückt und anschließend gründlich mit der Brause angegossen. Dadurch erhalten die Wurzeln einen innigen Kontakt mit der sie umgebenen Erde, was zum schnellen Anwachsen wesentlich beiträgt.

Das Anlegen von Grünspargel ist einfacher als beim Bleichspargel. Auch die Bodenverhältnisse sind bei Grünspargel nicht so ausschlaggebend. Die Stangen des Grünspargels brauchen sich nicht durch die Erddämme zu arbeiten, sondern entwickeln sich über der Erde. Darum kann Grünspargel auch auf schweren Bodenarten (sandiger oder lehmiger Sand) angebaut werden. Das anlegen der Gräben und das Errichten der Dämme fällt beim Grünspargel weg. Bei ihm genügen auch Reihenabstände von 1,20 m. Gepflanzt wird so, das die Köpfe der Jungpflanzen etwa 10 cm mit Erde bedeckt sind. Wo im Frühjahr (April / Mai) viel Nachtfröste auftreten, ist vom Anbau des Grünspargels abzuraten. Es können dann große Verluste durch Erfrieren der Spargelstangen entstehen, die sehr frostempfindlich sind. Auch der Kampf gegen die Spargelfliege ist viel schwieriger als beim Bleichspargel (siehe April). Das dort angeführte Einstäuben darf man nur bei noch nicht erntefähigen Anlagen des Grünspargels anwenden.

Wer den Spargel als Grünspargel ernten will, braucht zwar keine Dämme zu errichten, muß aber die mit Spargel besetzte Fläche im Laufe des März sorgfälltig lockern. Mit dieser Arbeit muß man wachten, bis der Boden oberflächlich etwas abgetrocknet ist. Das Lockern kann mit der Grabegabel oder dem Grubber, aber nicht mit dem Spaten vorgenommen werden. Man lockert so flach, das weder die Wurzeln und noch viel weniger die Köpfe des Spargels Schaden erleiden.

Im letzten drittel des März errichtet man auf den erntefähigen Bleich - Spargelbeeten Dämme, damit alles für die Ernte gerüstet ist. Die Dämme müssen so hoch sein, das auch die etwas seitlich aus ihnen hervorbrechenden Spargelstangen 20 bis 22 cm lang werden können. Die Höhe der Dämme beträgt also etwa 30 bis 40 cm. Damit sie gleichmäßig hoch werden, spannt man über die Pflanzenreihen eine dünne Schnur recht fest. Die Erde wird dem Raum zwischen den Pflanzenreihen entnommen. Klumpen dürfen nicht in die Dämme geraten. Die fertigen Dämme sind mit der Harke gut zu glätten und mit einer flachen Schaufel leicht anzuklopfen. Dadurch erhalten sie eine glatte Oberfläche, die das Hervorbrechen der Spargelköpfe gut erkennen läßt.

Um recht große Speisezwiebeln zu erzielen, pflanzt man Ende März Steckzwiebeln von schosserfesten Sorten. Das im Herbst gegrabene Land wird nur mit der Harke eingeebnet, denn es darf für Zwiebeln nicht tiefer gelockert werden. Wer sie kaufen muß, sollte sich vergewissern, das er die Sorten "Dresdener Plattrunde" oder "Stuttgarter Riesen" erhält, denn alle anderen neigen stark zu Schosserbildung.

Bei Steckzwiebeln hängt der Erfolg von der richtigen Pflanztiefe ab, die in schweren Böden nicht mehr als einen Zentimeter betragen darf. Steckzwiebeln bis Haselnußgröße sind zwar die teuersten, bringen aber auch die besten Ergebnisse. Wer seine Steckzwiebeln zu tief steckt, muß auch bei guten Sorten mit Schossern rechnen. Von ihnen erzielt man weder Schlotten noch große Zwiebeln.Der Reihenabstand sollte bei Steckzwiebeln mindestens 15 cm besser 20 cm betragen. Auf der Reihe wird mit 8 cm bis 10 cm Abstand gesteckt. Wer nur Schlottenzwiebeln ernten will, braucht nur 12 x 8 cm weit zu stecken.

Der Frühanbau von Wirsing, auch Welchkohl genannt, erfordert warme sandige Lehm - oder lehmige Sandböden mit viel Humus. In schweren kalten Böden dauert die Entwicklung zu lange. Es kommt nur der Boden 1. Tracht in Frage. Er darf auch nicht zu trocken sein, wenn man keine Gelegenheit zum reichlichen Gießen hat.

Wirsing kann schon in der zweiten Märzhälfte gepflanzt werden, wenn man kräftige pikierte oder getopfte und abgehärtete Pflanzen hat. Schwache verweichlichte lohnen das Pflanzen nicht. Als beste Frühsorte gilt zur Zeit "Vorbote", die vom Pflanzen bis zur Ernte nur rund 7 Wochen braucht. Ach das Wetter spielt eine Rolle. Die erwähnte Sorte begnügt sich mit Abständen von 40 x 40 cm. Auf ein Normalbeet (1,20 m) kann man also 3 Reihen pflanzen.

Der im Februar in Töpfen ausgesäte Neuseeländer Spinat muß man nach dem Aufgehen recht hell stehen, damit man kräftige Pflanzen erzielt. Wer ein kaltes Frühbeet besitzt, sollte ihn Ende März dort aufstellen.Man muß es aber duch Decken frostfrei halten können, denn Neuseeländer Spinat ist frostempfindlich. Im Frühbeet werden die Töpfe bis an den Rand in die Frühbeeterde eingesenkt. Man braucht sie dann nur selten gießen. Nach dem Aufgehen entfernt man bis auf die stärkste Pflanze alle anderen.

Starke Meerettichstangenerzielt man nur in tiefgründigen humosen Sandböden, die sich im Frühjahr schnell erwärmen. Wichtig ist, das für Meerettich vorgesehene Land mindestens zwei Spatenstiche tief bearbeitet wurde (holländern). Darum gibt man den Humus in Form von Torf oder verrottetem Stallmist.

Zum Pflanzen des Meerettichs, das im Laufe des März vorzunehmen ist, braucht man sogenannte Fechser, die im Herbst beim Ernten der starken Stangen anfallen. Fechser sind etwa 30 cm lange Wurzelstücke, die für den Verbrauch zu schwach sind. Man überwintert sie im Keller in Sand. Die Fechser sind durchschnittlich 1 cm stark. Sie können aber auch schwächer sein.

Durch das Entfernen aller Seitenwurzeln und Wüzelchen werden die Fechser für das Pflanzen des Merrettichs vorbereitet. Alle Seitenwurzeln schneidet man sauber ab, ohne den Fechser zu beschädigen. Damit auch nicht das kleinste Würzelchen am Fechser bleibt, wird er mit einem Lappen ganz gründlich abgerieben.

Die Meerettichfechser darf man nicht senkrecht, sondern nur schräg, in einen Winkel von etwa 30 Grad in den Boden pflanzen. Das schräge Pflanzen erleichtert die Maßnahmen im Sommer (siehe unter Juni), die an den Meerettichstangen vorzunehmen sind. Außerdem wird dadurch das Wachstum stark gefördert, weil durch die flache Lage alle Wurzeln in den Genuß des Luftsauerstoffes gelangen. Beim Pflanzen ist zu beachten, das die Köpfe der Fechser mit der Bodenoberfläche gleich stehen.

Je m² Anbaufläche braucht man nur 4 Meerettichfechser, weil sie im Abstand von 80 x 30 cm gepflanzt werden müssen. Im Kleingartenbau pflanzt man den Meerettich selten beetweise an. In der Regel pflanzt man nur einige Pflanzen auf eine mehr oder weniger lange Reihe. Zum Pflanzen ist ein abgebrochener Spatenstiel oder ein anderes Stielstück von etwa 30 cm Länge am besten geeignet. Man hat dann nur nötig, das Loch schräg (Winkel 30 Grad) vorzustechen und die Fechser mit 30 cm Abstand einzuführen. Anschließend ist die Erde so anzutreten, das die Fechser gute Verbindung mit ihr erhalten.

Wer über ein warmgepacktes Frühbeet verfügt, kann im März Bleichsellerie zur Pflanzgewinnung aussäen. Der Samen muß aber so dünn ausgestreut werden, das je m² Frühbeetfläche 1/5 g zu liegen kommt. Zum schnellen und sicheren Keimen verlangt der Samen von Bleichsellerie 16 bis 18 Grad Bodenwärme. Im allgemeinen lohnt die Aussaat für den Kleingartenanbau nicht. Man kauft sich die erforderlichen Pflanzen besser in einer Gärtnerei.

Porree kann im März in einem kalten Frühbeet ausgesät werden, wenn man recht starke Porreestangen ernten will. Der Samen wird breitwürfig, aber so dünn ausgestreut, das man auf 1 m² Frühbeetfläche nur höchstens 2 g verwendet. Porreesamen keimt schon im 2 Jahr nach der Ernte nicht mehr voll. Darum ist eine Keimprobe vor der Aussaat unbedingt erforderlich. Bis zum Aufgehen der Saat bleibt das Frühbeet mit Stroh - oder Rahmendecken zugedeckt. Sie werden nur an sonnigen Tagen abgenommen. Das Saatbeet muß während der Keimzeit immer gleichmäßig feucht gehalten werden. 

Kalte Frühbeete kann man im März unbedenklich mit gut vorbereiteten Pflanzen von Kopfsalat ausnutzen.

Freilandsaatbeete zur Anzucht von Gemüsepflanzen werden ab Mitte März an einer möglichst windgeschützten sonnigen Stelle zur Aussaat vorbereitet. Damit die Jungpflanzen einen guten Wurzelballen bekommen, bestreut man aber das Saatbeet vor dem Durchgrubbern mit einer bis 5 cm starken Torfschicht. Damit sich der Torf recht gleichmäßig und fein verteilen läßt, wird er vorher gesiebt. Man grubbert den Torf sorgfältig ein und harkt dann das Beet ab.

Ab Ende März können alle Kohlarten sowie Kohlrabi auf ein Freilandsaatbeet ausgesät werden. Die Aussaat erfolgt breitwürfig und das sauber abgeharkte Saatbeet, nachdem man es für die vorgesehenen Kohlarten eingeteilt hat. Die Flächengröße muß genau bekannt sein, denn es dürfen je m² nicht mehr als 3 g Samen ausgesät werden. Nur so kann man kräftige Jungpflanzen heranziehen. Der Samen wird nach dem Ausstreuen mit etwa 1 cm starken Komposterdschicht übersiebt und vorsichtig angegossen. Anschließend deckt man das Aussaatbeet dicht mit Fichtenreisig ab. Es verhindert schnelles Austrocknen der Bodenoberfläche und schützt auch den Samen gegen Finken.

Wer Ende März auf ein Freilandbeet Kopfsalat aussäen will, muß eine hitzebeständige Sorte verwenden. Bei Salat muß man aber auf die Sorte achten. Die Aussaat von "Maikönig" ist nicht zu empfehlen, weil diese Sorte an heißen Tagen schnell Schosser treibt.

Sobald die Sämlinge das Erdreich durchbrechen, müssen besäte Frühbeete bei jedem frostfreiem Wetter am Tage gelüftet werden. Vor allem ist das Deckmaterial jeden Tag zu entfernen und abends wieder aufzulegen, auch wenn keine Frostgefahr besteht. Licht und Luft sind die Hauptvoraussetzungen zum Erzielen gesunder kräftiger Pflanzen. Mit dem Gießen muß man dagegen vorsichtig sein. Gegossen wird nur, wenn die obere Bodenschicht ausgetrocknet ist, dann aber so durchdringend, das es nicht gleich wieder notwendig wird. Man darf nur an einem sonnigen Tage gießen, damit die Pflanzen durch das Lüften schnell abtrocknen. Sie fallen sonst sehr leicht um und gehen zugrunde. Bei Kohl - und Salatpflanzen muß man ganz besonders vorsichtig sein.

Nach Mitte März noch besetzte Gemüsemieten sind zu öffnen. Der Inhalt wird durchgeputzt und am besten im Keller untergebracht. Die meisten in Mieten untergebrachten Gemüsearten müssen nun verbraucht werden. Außerdem braucht man das Mietenland zum neuen Anbau. Es muß sofort nach dem Räumen der Mieten tiefgründig bearbeitet werden, damit der Boden noch ausreichend durchlüften kann.

Herbstaussaaten von Spinat und Rapünzchen erhalten spätestens Mitte März eine Nährstofflösung aus schnellwirkenden Stickstoffdüngern.

Mehrjährigen Rhabarberanlagen muß man schon im Laufe des März Nährstoffe zuführen. Rhabarber ist ein sehr starker Stickstoffzehrer. Den Nährstoff braucht er, wenn man starke, lange Blattstiele erzielen will. Darum erhält der Rhabarber, am besten noch vor dem Austrieb, je m² 15 bis 20 g Volldünger und außerdem dieselbe Menge Kalkammonsalpeter. Das Düngergemisch streut man trocken aus und hackt es anschließend ein. Damit es schnell in den Wurzelbereich gelangt, wird durchdringend gegossen.

Im Ertrag stehende Spargelanlagen dürfen im Frühjahr nicht gedüngt werden. Die Pflanzen könnten die Nährstoffe nicht verarbeiten, weil wir es durch die Ernte der Spargelstangen überhaupt nicht zur Blattgrünbildung kommen lassen. Das Blattgrün ist aber zum Verarbeiten unbedingt notwendig. Jauche darf man auf diese Spargelanlagen erst recht nicht gießen. Sie würden nur den Geschmack der Spargelstangen beeinträchtigen.

Zweijährige Spargelanlagen erhalten im Laufe des März (vor dem Austreiben) eine Nährstoffgabe, die stickstoffreich sein muß. Die Volldünger sind meist nicht stickstoffreich. Darum gibt man neben ihnen einen reinen Stickstoffdünger, wie Kalkammonsalpeter. Da es sich nur um die erste Jahresgabe handelt, genügen je m² Anbaufläche 15 g Volldünger und dieselbe Menge Kalkammonsalpeter. Anschließendes leichtes Einhacken ist anzuraten. Dabei ist Vorsicht geboten, damit man die schon dicht unter der Erde stehenden Triebspitzen nicht beschädigt.

Überwinterter Kopfsalat muß im Laufe des März gedüngt werden. Außerdem ist der Boden gut zu lockern.

Auf Freilandbeeten überwinterter Porree muß im Laufe des März verbraucht werden. Der Porree fängt meist schon im März an neu auszutreiben. Der Austrieb, der zur Blütenentwicklung führt, geht auf Kosten der Stangen, so das sie sehr bald wertlos werden.

Auf den Erdbeerbeeten müssen alle schlechten Blätter im Laufe des März entfernt werden. Jedes stark verfärbte Blatt schneidet man mit dem Messer ab, ohne die Blattbasis zu verletzen. Die Blätter sind zu sammeln und zu vernichten, weil an ihnen sehr oft Krankheitserreger haften.

Zwischen den Erdbeerreihen wird der Boden gelockert und anschließend für eine ausreichende Bodendeckung gesorgt. Beim Lockern des Bodens muß man vorsichtig sein, damit die Wurzeln der Erdbeeren keinen Schaden erleiden. Die bisherige Bodenbedeckung wird mit eingearbeitet und durch eine neue ersetzt. Dazu eignet sich eine etwa 5 cm starke Torfschicht am besten. Der Boden trocknet dadurch nur sehr langsam aus. Außerdem werden später die Früchte bei Regenwetter nicht so leicht beschmutzt.

Mit den Säubern und Hacken der Erdbeerbeete erhalten die Erdbeeren eine Nährstoffgabe aus stickstoffarmen Volldüngern. Das Düngen nimmt man nach dem Hacken, aber vor dem Aufbringen der Bodendeckung vor. Der Dünger wird trocken zwischen die Reihen gestreut. Die üblichen Dünger kann man alle verwenden. Je m² Anbaufläche können unbedenklich 30 g gegeben werden.

Frühjahrspflanzungen von Erdbeeren legt man im Laufe des März mit vorkultivierten Pflanzen an. Im Frühherbst ist manchmal das für Erdbeeren vorgesehene Land noch nicht frei, so das man erst im Frühjahr pflanzen kann. Dazu eignen sich im Herbst pikierte Pflanzen. Wenn man sie mit einem guten Wurzelballen pflanzt, ist schon im ersten Jahr mit einem nennenswerten Ertrag zu rechnen. Einige Tage vor dem Pflanzen müssen die Jungpflanzen stark gegossen werden, damit der Wurzelballen gut hält. Nicht vorkultivierte bringen meist nur einen sehr mäßigen Ertrag. Da die Erdbeeren bei der Frühjahrspflanzung den Platz noch nicht ausfüllen, kann man ihn mit frühem Gemüse (Radieschen, Frühmöhren) ausnutzen. Über Pflanzweiten usw. ist im August nachzulesen.

Wer seinen Obstgehölzen im Januar Dünger gegeben hat, verabreicht ihnen nun Stickstoff. Wichtig ist, das der Stickstoffdünger im Bereich der Kronentraufe eingehackt wird. Um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, verwendet man am besten Kalkammonsalpeter.

Faule Blüher beim Kernobst kann man im März durch einen sachgemäßen Wurzelschnitt zum Blühen anregen. Um das zu ereichen gräbt man im Bereich der Kronentraufe um den Baum herum einen schmalen Graben bis zu einer Tiefe von mindestens 40 cm. Alle im Bereich des Grabens liegenden Wurzeln werden mit dem Spaten abgestochen. Danach wird der Graben wieder zugeworfen.

Obstbäume, die in jedem Jahre blühen, aber keine Früchte ansetzen, fehlt in der Regel ein Pollenspender. Es handelt sich also um Sorten, die auf den Blütenstaub (Pollen) anderer angewiesen sind.

Formobst (auch Spindelbüsche), das nur lange starke Triebe hervorbringt und kein Fruchtholz ansetzt, steht entweder auf einer falschen Unterlage oder hat sich frei gemacht. Wenn diese Mängel vorliegen, macht starker Rückschnitt das Übel nur noch größer. In jedem Falle müssen solche Bäume schnittmäßig wie Büsche behandelt werden. Sofern sie weit genug auseinanderstehen, läßt sich das ohne weiteres machen. Andernfalls muß man die überflüssigen entfernen oder verpflanzen (siehe Januar unter : ältere Öbstbäume).

Mitte März beginnt man mit dem Umveredeln von Kernobst. Bis zu diesem Zeitpunkt sollte es beim Steinobst beendet sein.

Bei der Sortenwahl im Obstbau muß man vor allem auf die Bestäubungsverhältnisse der einzelnen Sorten achten. Es gibt sehr viele Obstsorten, die keine Früchte ansetzen, wenn ihre Blüten mit sorteneigenem Blütenstaub bestäubt werden. Sie brauchen bestimmte andere Sorten im Bereich des Bienenfluges, deren Blütenstaub zum Befruchten führt. Die Pollenspender müssen aber auch zur gleichen Zeit blühen. Darum ist es gut, wenn man sich vor dem Kauf von Obstbäumen über die Sorten seiner Umgebung unterrichtet. Das trifft auf fast alle Obstarten zu.

Bei Neuanpflanzungen von Obstbäumen darf man sich nicht nur auf seine Wünsche versteifen, sondern muß die Ansprüche der einzelnen Arten und Sorten in Betracht ziehen. Es hat keinen Zweck, Arten und Sorten anzupflanzen, die sich für die betreffende Lage und die vorhandenen Bodenverhältnisse nicht eignen. Sie würden nur kümmerlich ihr Dasein fristen und uns keine Freude machen.

Der Spindelbusch ist für den erfahrenen Kleingärtner die geeignetste Form des Kernobstes. Er nimmt vor allem nicht viel Platz weg und setzt mit der Fruchtbarkeit sehr früh ein. Nachteilig ist, das der Spindelbusch ständig dem Schnitt unterliegt. Zum richtigen Schnitt gehört viel Einfühlungsvermögen.

Bei den Pfirsichen muß auf die Unterlage geachtet werden, damit sie den Bodenverhältnissen entspricht. Die auf Sämlinge veredelten Pfirsiche kommen für die Böden in Frage, die verhältnismäßig trocken sind. Für feuchte Böden nimmt man dagegen auf Ackermann verdelte. Beim Einkauf von Pfirsichen muß man in der Baumschule die im Garten vorliegenden Bodenverhältnisse angeben und sich danach einige Sorten vorschlagen lassen.

Pfirsiche sollte man immer nur als Buschformen oder Wandspalier pflanzen. Bevor man Pfirsiche in seinem Garten pflanzt, muß geprüft werden, ob sich der Boden wenigstens einigermaßen für diese Obstart eignet. Auf schweren und kalten Böden bekommt der Pfirsich schnell Gummifluß und hat keine lange Lebensdauer. Sie ist aber auch auf trockenen Sandböden nicht viel länger. Lehmige Sand - und sandige Lehmböden mit viel Humus sind am besten für den Pfirsich geeignet. Eine recht warme geschützte Lage trägt wesentlich zu seinem Wohlbefinden bei. Pfirsiche erfrieren leicht, so das auch dieser Punkt beim Pflanzen zu beachten ist. Für Spaliere eignet sich eine Südwand am besten. Dort kan man Schutzmaßnahmen gegen starken Frost, auch Spätfröste, die die Blüten vernichten, ohne viel Aufwand treffen.

Die Früchte der veredelten Pfirsiche sind immer von besserer Qualität als die der kernechten. Kernechte haben nur selten die Größe der veredelten. Außerdem sind sie meist weniger intensiv gefärbt und auch das Aroma ist geringer. Ein aus dem Kern im Garten selbst gezogener Pfirsich braucht auch zu viel lange Zeit, bis er Früchte trägt. Eine in der Baumschule gekaufte zweijährige Veredelung bringt schon im 3. Jahr nach dem Pflanzen eine nennenswerte Ernte.

Beim Pflanzschnitt der Pfirsichbüsche sollte man alle Triebe ganz entfernen, die tiefer als 60 cm über der Erde stehen. Dadurch wird eine bessere Belüftung der Bodenoberfläche erzielt. Außerdem kann man die meist vorhandenen Unterkulturen näher an die Büsche heranbringen, so das weniger Platz verloren geht. Nach dem Entfernen der unteren Triebe sollte man beim Pfirsich alle Schnittflächen mit Baumwachs verschließen.

Bei den Aprikosen sind die Bodenverhältnisse sehr wichtig für die Wahl der Unterlage. Auf leichten, mehr trockenen Böden sollte man immer Aprikosen pflanzen, die auf Sämling veredelt sind. Die als Unterlage die wurzelechte Hauszwetsche haben, eignen sich am besten für feuchte Böden.

Im Kleingartenanbau pflanzt man die Aprikose im Gegensatz zu den Pfirsichen nicht in Buschform, sondern als Viertelstamm. Die Aprikosen wachsen sparriger und damit breiter als die Pfirsiche. Der Viertelstamm hat eine Stammhöhe von 1,00 m bis 1,20 m. Alle Arbeiten an der Krone lassen sich also noch ohne Schwierigkeiten erledigen und doch kann man mit schattenliebenden Pflanzen bis an die Baumscheibe herangehen. Die Aprikosen eignen sich auch zum Bepflanzen von Südwänden in Spalierform.

Walnußbäume eignen sich nur für größere Gärten, denn mit ihnen weit ausladenden Kronen beschatten sie große Flächen. Man sollte sie auch nur in warmen Lagen (Weinbauklima) anbauen. In extrem frostgefährdeten Gebieten kommt es oft zu empfindlichen Schäden, die die Bäume meist um Jahre zurückwerfen. Die Walnuß ist in Bezug auf die Bodenverhältnisse nicht besonders anspruchsvoll. Sie verlangt aber im Sommer sehr viel Wasser, so das sie für regenarme Gebiete nicht in Frage kommt.

Die Walnußbäume dürfen, im Gegensatz zu fast allen Obstbäumen keinem Pflanzschnitt unterworfen werden. Walnußbäume wachsen sehr schwach an, wenn man das Pflanzen nachlässig durchführt. Schon das Alter spielt eine Rolle. Darum kauft man den Baum in der Baumschule als junger Heister, denn je älter er ist, um so schwieriger wächst er an. Wichtig ist, das der Heister ein gutes Wurzelwerk mit viel Faserwurzeln aufweist. Beim Transport und Pflanzen ist auch die geringste Rindenschädigung zu verweiden. Vor dem Pflanzen schneidet man nur die verletzten Wurzeln mit einem scharfen Messer bis ins gesunde Gewebe zurück. Recht feste Pflanzen und anschließendes durchdringendes Wässern tragen viel zum Anwachsen bei. Damit der Boden die Feuchtigkeit recht lange hält, gibt man aus Torf oder verrottetem Stallmist eine starke Bodenbedeckung die noch etwas über die Baumscheibe hinausgeht. Der frisch gepflanzte Walnußbaum muß so lange bewässert werden, bis man die Gewähr hat, das er angewachsen ist.

Der Anbau von Weinreben lohnt nur in Gebieten mit warmen sonnigen Sommern und auch dort sollte man nur frühreifende Sorten verwenden. Die Reife wird gefördert, wenn man die Reben an eine Südwand pflanzen kann, die der Sonne voll ausgesetzt ist. Der freistehende Anbau lohnt im Kleingarten nicht, wenn nicht ganz besonders günstige Verhältnisse vorliegen. Bei der Sortenwahl sollte man sich am besten in einer Rebschule beraten lassen, weil nicht alle frühreifenden Sorten in jedem Gebiet gute Ergebnisse zeigen.

Zur Neuanpflanzung von Weinreben, die man ab Mitte März vornimmt, muß die Pflanzstelle durch tiefe Bodenverarbeitung vorbereitet werden. Mit der Vorbereitung beginnt man schon in den ersten Märztagen, sofern der Boden frostfrei ist. Der Boden wird nicht rigolt, sondern eine Pflanzgrube, ähnlich wie beim Bäumepflanzen, ausgeworfen. Für jede Pflanzrebe macht man sie 100 cm lang und 50 cm breit. Auch mit der Tiefe geht man auf 50 cm und gräbt außerdem die Sohle der Pflanzgrube, denn der Wein verlangt einen gut wasserdurchlässigen Boden. Der Aushub der oberen 25 bis 30 cm wird mit Komposterde, Torf oder gut verrottetem Stallmist (Misterde) gemischt. Damit füllt man die Grube.

Wurzelechte Reben kann man sich selbst heranziehen, wenn ein wertvoller Weinstock im eignen Garten oder bei einem guten Nachbarn steht. Im März wird ein starker langer einjähriger Trieb, der am Weinstock möglichst weit unten seine Basis hat, zur Erde gebogen und eingegraben. Im Boden wird er so geführt, das mindestens zwei ausgereifte Augen sichtbar sind. Alle darüber stehenden werden abgeschnitten. Der in der Erde gebogene Teil treibt dann im Laufe des Jahres Wurzeln aus. Bis zum nächsten Frühjahr erzielt man so eine gut bewurzelte Pflanzrebe. Wenn man die den eingegrabenen Rebbogen umgebene Erde stark mit Torf anreichert, entwickelt die Pflanzrebe einen starken Wurzellballen, der das spätere Anwachsen wesentlich fördert.

Die im vorigen März zum Bewurzeln eingegrabenen Triebe der Reben (siehe oberen Artikel) werden zur Pflanzzeit (März) vom Mutterstock getrennt und vorsichtig ausgegraben. Damit der Wurzelballen gut erhalten bleibt, wird die Eingrabstelle so stark gewässert, das die Erde gut durchfeuchtet ist. Das Gießen besorgt man ein bis zwei Tage vor dem Ausgraben. Das Pflanzen muß sofort nach dem Ausgraben geschehen.

Die Weinrebe pflanzt man so, das der Raum zwischen Pflanzstelle und Spalier etwa 40 cm beträgt. Der Pflanzenabstand richtet sich nach der Wuchskraft der Sorte (2,50 bis 3,00 m). Bei Pflanzreben ohne Topfballen kürzt man vor dem Pflanzen die Wurzeln etwas. Haben sie mehrere Triebe, dann bleibt nur der stärkste stehen. Das trifft auch auf Topfreben zu. Die Pflanzreben werden schräg und etwa 30 cm tief eingepflanzt. Dabei zeigt die Triebspitze nach dem Spalier. Von dem aus der Erde ragenden Teil bleiben nur zwei Augen stehen. Die anderen schneidet man weg und zwar so, das der Schnitt dem 2. und 3. Auge liegt. Veredelte Pflanzreben dürfen nur so tief gepflanzt werden, das die Veredelungsstelle 6 bis 8 cm über der Bodenoberfläche steht. Andernfalls entwickeln sie Wurzeln und die Rebe macht sich von der Unterlage frei. Nach dem Pflanzen sind die Reben stark zu gießen. Die Pflanzstelle bedeckt man anschließend mit einer Schicht Torf, verrottetem Dünger oder kurzgeschnittenem Stroh. Die Deckschicht schützt gegen eventuell auftretende Fröste und fördert das Anwachsen der Reben ganz wesentlich.

Der Winterschnitt der Weinreben muß im Laufe des März beendet werden, weil später mit großem Saftverlust zu rechnen ist. Beim Wein unterscheidet man altes, zweijähriges und einjähriges Holz. Nur das einjährige bringt Gescheine hervor. Es muß aber aus dem zweijährigen hervorgegangen sein und nicht aus dem alten Holz. Triebe aus altem Holz können nur zum Aufbau des Weines verwendet werden (Lücken ausfüllen), bis sie zweijährig geworden, Tragrebe ergeben.

Den Winterschutz an Weinspalieren darf man nicht zu spät entfernen, weil sonst der Austrieb angeregt wird. Die jungen Austriebe der Weinreben sind sehr frostempfindlich, so das man den Triebbeginn so lange wie möglich verzögern sollte. Nachdem der Stroh - oder sonstige Winterschutz entfernt ist, kann der Austrieb durch Beschatten des Spaliers verzögert werden. Dazu verwendet man Schattenleinen oder ähnliche Stoffe, die den Sonnenstrahlen den Zutritt zum Spalier versagen. Das Beschattungsmittel muß etwa 20 cm vor dem Spalier und straff gespannt angebracht werden.

Himbeeren müssen auf queckenfreies Land gepflanzt werden, weil man der Quecken später nicht mehr Herr wird. Die Queckenrhizome durchwuchern die Wurzeln und Ausläufer der Himbeeren so stark, das an ein Entfernen nicht zu denken ist. Sie entziehen dem Boden sehr viele Nährstoffe, die den Himbeeren verloren gehen. Das Durchlüften des Bodens wird durch den Rhizomfilz der Quecken ebenfalls stark beeinträchtigt. Im übrigen sagt den Himbeeren leichterer Boden besser zu als schwerer. Sie brauchen aber dann viel Wasser und Nährstoffe.

Bei der Wahl der Himbeersorten ist zu beachten, das es ein - und zweimal tragende gibt.

Himbeeren pflanzt man auf der Reihe 50 cm auseinander. Der Reihenabstand sollte nicht unter 1,50 m betragen. Beim Pflanzen ist darauf zu achten, das der Wurzelhals, also die Basis der Triebe, einige Zentimeter tief in der Erde steht. Himbeeren pflanzt man recht fest und gießt sie anschließend. Ein guter Austrieb wird erzielt, wenn man die Himbeerruten bis auf 20, höchstens 30 cm zurückschneidet. Bodenbedeckung mit einer 6 bis 8 cm starken Torfschicht fördert das Einwachsen sehr wesentlich.

Brombeeren stellen an den Boden keine großen Ansprüche. Darum verwendet man sie gern für Zäune oder zum Verdecken und Beschatten der Erdhaufenecken. Wenn man gute Ernten erzielen will, müssen den Brombeeren viel Nährstoffe und auch Humus zur Verfügung stehen. Sie danken es uns auch, wenn der Boden vor dem Pflanzen tief gelockert wird (rigolen). Auf nassen Böden kommt es oft zu Frostschäden. Eine freie sonnige Lage ist für Brombeeren am günstigsten.

Der Pflanzabstand der Brombeeren richtet sich nach der Wuchskraft und Wuchsform der einzelnen Sorten. Bei den aufrecht wachsenden Sorten genügt ein Abstand von 1,25 m. Die rankenden müssen aber 4 m auseinander stehen. Pflanzt man mehrere Reihen, so muß ihr Abstand 1,50 bzw. 2,50 m betragen. Beim Pflanzen wird nur ein Trieb an jeder Pflanze belassen und dieser ist auf 3 bis 4 gute Augen zurückzuschneiden. Brombeeren werden so tief gepflanzt, das 1 bis 2 Augen unter der Bodenoberfläche stehen. Alle anderen Pflanzmaßnahmen wie bei Himbeeren.

Je nach dem Verwendungszweck wählt man bei Brombeer - Neupflanzungen eine aufrechte oder eine rankende Sorte. Die höchsten Erträge bringen im allgemeinen die rankenden Sorten. Die aufrecht wachsenden sind aber meist nicht so frostempfindlich. Eine der besten rankenden Sorten mit sehr hohem Ertrag ist "Theodor Reimers". Zu den besten aufrechten gehören "Taylors Fruchtbare" und "Wilson Frühe".

Die Mispel ist eine wenig bekannte Obstart, die am besten im Laufe des März gepflanzt wird. Den Mispelstrauch sollte man in eine Gartenecke pflanzen, wo er auch als Zierstrauch mit seinen Blüten wirkt. Halbschatten verträgt die Mispel sehr gut. Der Pflanzschnitt ist wie bei den anderen Obstarten vorzunehmen. Die Veredlungsstelle muß beim Pflanzen über der Erde stehen. Bei der Auswahl des Standortes ist zu bedenken, das der Mispelstrauch durchschnittlich 3m hoch wird. Auch der zu erreichende Umfang ist sehr beachtlich, dem man aber durch Entfernen von Zweigen Einhalt gebieten kann.

Die echten Quitten verdienen viel mehr Beachtung als ihnen geschenkt wird. Von allen Obstarten sind ihre Früchte die besten zur Geleebereitung. Hervorzuheben ist ihre Anspruchslosigkeit in bezug auf die spätere Wartung. Die echten Quitten stehen in ihrer Wirkung als Zierstrauch den Scheinquitten (Chaenomeles japonica) in keiner Weise nach. Hinzu kommt, das man ihnen einen halbschattigen Platz geben kann.

Ein tiefgründiger, nährstoffreicher Mittelboden in warmen Lagen sagt den Quitten am besten zu. Schwere und sandige Böden eignen sich für Quitten, wenn man beim Graben (Holländern) des Pflanzbereichs mit Torf nicht spart. Quittenbüsche sind in der Regel auf Weißdorn veredelt. Beim Pflanzen ist zu beachten, das die Veredelungsstelle nicht mit in die Erde kommt. Der Pflanzschnitt entspricht dem der oberen Obstbüsche.

Apfel - und Birnenquitten unterscheiden sich nur durch die verschiedene Fruchtform.

Die Gartenheidelbeere ist ein Strauch von 1,50 bis 2,00 m Höhe und eine Kulturform von Vaccinum corymbosum. Die weißen Blüten dieses Strauches erscheinen im Laufe des Mai sehr zahlreich in Büscheln. Die heidelbeerähnlichen Früchte erreichen einen Durchmesser von 12 bis 15 mm. Sie sind süß und eßbar. Hervorzuheben ist die schöne Herbstfärbung der Blätter (rot / orange). Die Gartenheidelbeere ist als Zier - und Fruchtstrauch zu verwenden. Da sie zu den Moorbeetpflanzen gehört, verlangt sie sauren Humusboden. Sie ist darum wie die Alpenrosen in reinen Torf zu pflanzen. Ein leicht schattiger Standort sagt diesem Strauch am besten zu.

Die Pfahllänge und das Anbinden spielen bei neugepflanzten Obstbäumen eine große Rolle. Um dem Pfahl schon vor dem Pflanzen die richtige Höhe zu geben, legt man über die Pflanzstelle eine Latte und hält den Baum in der Pflanzhöhe an den Pfahl. Der Pfahl hat die richtige Höhe, wenn er etwa 10 cm unterhalb des Kronenbeginns endet. Nur beim Spindelbusch muß der Pfahl weit in die Krone hineinragen, denn der Haupttrieb wird zeitlebens angebunden. Auch Büsche auf schwachwachsenden Unterlagen erhalten Pfähle. Das Anbinden der Bäume wird vorerst nur provisorisch vorgenommen, damit sich der frisch gepflanzte Baum nicht aufhängt.

Der Pflanzschnitt an Obstbäumen ist eine der wichtigsten Maßnahmen zum Anregen eines starken Austriebes. Gleichzeitig beginnt mit ihnen der richtige Aufbau der späteren Krone. Steinobst schneidet man etwas stärker zurück als Kernobst. Zum Aufbau der Krone genügen außer dem Mitteltrieb 3 bis 4 Seitentriebe. Alle anderen werden sauber an der Basis entfernt. Auch der Afterleittrieb ist abzuschneiden. Zu steil nach oben stehende Triebe kann man durch Abspreizen in die richtige Lage zwingen. Den Kronentrieben wird beim Zurückschneiden die Hälfte bis zwei Drittel ihrer Länge genommen. Dabei muß man sich nach dem schwächsten Trieb richten, damit alle in gleicher Höhe enden. Lediglich der Mitteltrieb steht 18 bis 20 cm darüber. Jeder Trieb wird dicht über dem Auge geschnitten, das nach außen zeigt. Die durch das Roden in der Baumschule verletzten Wurzeln müssen glatt abgeschnitten werden und zwar so, das die Schnittwunden nach unten zeigen.

Ob die im Frühjahr gepflanzten Kernobstbäume sofort oder erst im Winter zurückgeschnitten werden, hängt von ihrer Bewurzelung ab. Grundsätzlich muß man die dem Pflanzschnitt unterwerfen ( oberer Abschnitt), deren Wurzelvermögen im Verhältnis zu den Kronentrieben mangelhaft ist. Das ist sehr oft bei den Birnen der Fall. Bäume mit recht viel Faserwurzeln kann man ohne Bedenken unbeschnitten lassen. Das hat den Vorteil, das sie viele Blätter entwickeln können, die das Wachstum im ersten Jahr wesentlich fördern. Beim Steinobst ist diese Methode nicht anzuwenden. Man müßte später ins zweijährige Holz schneiden. Das treibt bei diesen Obstarten - im Gegensatz zum Kernobst - sehr schlecht aus.

Beim Aufbau des Kronengerüstes überflüssige Triebe braucht man nicht unbedingt zu entfernen. Durch Herunterbinden kann man ihre Austriebe sehr bald in Fruchtholz umwandeln. Man hat so schon einige Früchte, bevor der Baum das normale tragfähige Alter erreicht hat.

Die richtige Pflanztiefe ist bei allen dicht über dem Boden veredelten Obstbäumen ausschlaggebend für den späteren Erfolg.Die Veredelungsstelle ist an der wulstartigen Verdickung leicht zu erkennen. Sie muß nach dem Pflanzen etwa 10 cm über der Bodenoberfläche stehen. Kommt sie mit der Erde in Berührung, dann ist damit zu rechnen, das sich aus ihr Wurzeln entwickeln. Im weiteren Verlauf macht sich der zu tief gepflanzte Baum von seiner Unterlage frei. Bei Bäumen auf schwachwachsenden Unterlagen (Formobst usw.) geht das sehr schnell. Auf dieser Weise geht der Einfluß, den die Unterlage auf das Wachsen und Fruchten des Baumes ausübt, vollständig verloren.

Alle Obstbäume müssen recht fest gepflanzt und anschließend tüchtig eingeschlämmt werden. Beim Pflanzen hebt man das Loch in der Baumgrube (siehe Januar: mit dem Ausheben der Baumgruben) und unter (Februar: das Pflanzen von Obstbäumen) nur so groß aus, das die Wurzeln bequem unterzubringen sind. Steht der Baum oder Strauch in der richtigen Höhe (oberer Abschnitt), dann wird Erdreich wieder nach und nach eingefüllt. Dabei dürfen im Wurzelbereich keine Hohlräume entstehen. Anfangs stopft man die Lücken zwischen den Wurzeln am besten mit den Händen aus. Wenn fertig gepflanzt ist, wird das Erdreich auf und neben den Wurzeln etwas angetreten. Dabei darf man aber keine Wurzeln verletzen. Zum Schluß wird eine Baumscheibe mit etwas erhöhtem Rand hergestellt. Der Baum wird nun an den Pfahl gebunden und so eingeschlämmt, das die Erde im Wurzelbereich und etwas darüber hinaus durchdringend naß ist. Auf diese Weise erhalten die Wurzeln eine innige Verbindung mit dem sie umgebenden Erdreich, ohne das man sie vor dem Pflanzen in Lehmbrei taucht.

Die Baumscheiben der neu gepflanzten Obstgehölze sollte man unbedingt mit einer Schicht Torf oder verrottetem Stallmist bedecken. Wer das Material nicht zur Verfügung hat, kann auch halbfertigen Komposter verwenden. Durch die Bodendecke trocknet die Erde im Wurzelbereich nicht so schnell aus. Außerdem können eventuell noch stärker auftretende Fröste den dicht unter der Erde liegenden Wurzeln nichts anhaben.

Gegen die Käfer des Apfelblütenstechers legt man in der ersten Märzhälfte Wellpappgürtel um die Baumstämme. Als Ersatz für Wellpappe genügen auch nicht zu schwache Strohseile. Diese Schlupfwinkel suchen die genannten Käfer und auch andere Obstschädlinge gern auf. Wenn die Gürtel ihren Zweck erfüllen sollen, muß man sie so anbringen, das sie mit ein paar Handgriffen abnehmbar sind. Mindestens zweimal wöchentlich werden sie nach schädlichen Insekten untersucht, die man vernichtet.

Wer im Vorjahr an seinen Stachelbeeren den amerikanischen Stachelbeermehltau festgestellt hat, muß schon im Laufe des März vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Am besten wirkt das Spritzen mit Schwefelpräparaten. Es ist vorzunehmen, sobald die Knospenschwellung beginnt, also kurz vor dem Knospenaufbruch. Das Mittel darf aber nicht stärker angewendet werden als es der Hersteller vorschreibt. Vor der Spritzbehandlung prüft man vor allem die Triebspitzen, ob Spuren von Pilzbefall vorhanden sind. Alle verdächtig erscheinenden sind abzuschneiden und zu vernichten.

Als vorbeugende Maßnahme gegen die Kräuselkrankheit der Pfirsiche, spritzt man während dem Schwellen der Knospen mit Kupferpräparat. Das Spritzen richtet sich in erster Linie gegen die Erreger der Kräuselkrankheit, die meist an den Trieben und Knospen haften. Die Spritzbrühen dürfen aber nur so stark angewendet werden, wie das der Hersteller der Mittel vorschreibt.

 

 

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